Szene Hamburg
Essen & Trinken
Ausgabe 2016 / 2017
Spezial 29

Tolle Kulisse und beeindruckende Küche
Besondere Auszeichnung: Hansaperle!


Das Rexrodt in der Papenhuder Straße gehört unter den Gourmets längst zu den ersten Adressen. Es befindet sich in einer ehemaligen Metzgerei aus dem Jahre 1896. Gerade die ungewöhnlichen Räume aus der Belle Époque geben dem Lokal ein unverwechselbares Flair und bilden einen adäquaten Rahmen für Niels-Ove Nielsen` s Kochkunst. Kunst oder zumindest Handwerk, das er ja bekanntlich in Kochkursen weitervermittelt. Der Gast hat - schon bevor er in die Speisekarte schaut – vieles zu entdecken in diesem ungewöhnlichen Ambiente. Vor allem die Jugendstildecke hat eine tolle Wirkung.
Als Entrée wähle ich die hausgemachten Ravioli mit einer Füllung aus Ochsenschwanz und Pinienkernen (12 Euro) und bin



von der Kombination sehr überrascht. Auch die Vorspeise  meiner Begleitung, Jakobsmuschel mit einem Strudel von Boudin Noir (!) schmeckt köstlich. Da ist ein Kochkünstler am Werk, der gerne Neues, Ungewöhnliches ausprobiert, der Tradition und Innovation geschickt zusammen bringt und dabei immer die Jahreszeiten spielerisch einbezieht. Dieses Bild wird durch den Hauptgang bestätigt: Perlhuhn, Radicchio-Risotto, Serrano-Schinkenmantel (24 Euro). Ein Balanceakt, der sich als überaus gelungene Symbiose erweist, das Ergebnis schmeckt hervorragend. Die Weinkarte ist – genau wie die  Speisekarte und das Lokal selbst – überschaubar. Die Putten in allen Ecken des Speisesaals verkörpern die vier Jahreszeiten, sie schauen zufrieden, genau wie der Gast, der einen starken, bleibenden kulinarischen Eindruck mit nach Hause nimmt.

Hamburger Abendblatt
Live
26.6. - 02.07.2014

Gans ganz anders
Im Restaurant Rexrodt kommt das Federvieh auch sommers in den Ofen

Es ist ein Novum, und es ist ein Wagnis: Niels-Ove Nielsen schiebt in dieser Juni-Woche Gänse in den Ofen. „Es ist ein bisschen verkehrte Welt“, bekennt der 46-Jährige, seit 15 Jahren Inhaber und Koch im Restaurant Rexrodt, „aber man muss auch mal abweichen von den Gewohnheiten!“
In der Winterzeit werden im Rexrodt ganz selbstverständlich Gans-Variationen mit Rotkohl, Knödeln, Maronen angeboten. Brust oder Keule? Natürlich beides. Und jetzt?
„Aus der Keule schneiden wir Rouladen, diese füllen wir mit Pinienkernen, getrockneten Tomaten und Kräutern. Die Roulade wird dann an Zitronen-Thymian-Jus auf Kartoffel-Brunnenkresse-Püree angerichtet“, sagt Nielsen. Auf den Teller kommt außerdem eine knusprig angebratene Gänsebrust. Fast wie zu Weihnachten.
Für Gourmets könnte das zu einer Entdeckung werden, und die Idee dazu hatte das Unternehmen Dithmarscher Geflügel, was vielleicht nicht verwundert.




Die naturbelassenen Gänse, die nur in einer bestimmten Zeit Eier legen und wegen ihrer Federentwicklung auch nur zu bestimmten Zeiten geschlachtet werden können, seien sommers fettarmer als im Winter, sagt Lorenz Eskildsen, der Inhaber des Unternehmens. Und mit seinem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren würde Gänsefett auch als Olivenöl des tierischen Bereiches gelten.
Eine im Frühjahr aufgewachsene und mit frischen Kräutern gefütterte Gans kommt so zu ganz neuen Gastronomie-Ehren. Und irgendwie passt das zu den Räumen auf der Uhlenhorst. Das Rexrodt befindet sich in einer ehemaligen Schlachterei mit original Jugendstilkacheln und einer gläsernen Jugendstildecke. 1999 hatte Niels-Ove Nielsen das Restaurant nach Lehrjahren unter anderem im Schwarzwald, im Landhaus Dill, in Cölln´s Austernstube und bei Christian Rach im Tafelhaus übernommen. Auch das war damals irgendwie ein Wagnis

Szene Hamburg
Essen & Trinken
Ausgabe 2013 / 2014

 

Am Ende des Mahls am Liebsten wieder auf Anfang

Die glänzenden Jugendstilkacheln der ehemaligen Metzgerei von 1896 muten französisch an, das Gemurmel der Gäste ist die einzige Musik. Entsprechend stilecht fällt die Aperitifauswahl aus: Kir Royal. Der Auftakt eines wunderbaren Abends. Bereits meine Vorspeise lässt mich schweben: Leuchtend weiße Jakobsmuscheln teilen sich den Teller mit einem knusprig schwarzem Strudel von Boudin noir (Blutwurst). Einen angenehm fruchtigen Kontrast bildet das Mango-Chili-Confit.
Dazu ein Sauvignon Blanc „Spice Route“ aus Südafrika
(0,2 L 6,50 €) – besser geht´s nicht.
Das Menü meiner Begleitung für 37,00 € beginnt mit Carpaccio vom Seeteufel und einem Tatar aus reifen Avocados.
Die Grapefruitjus schafft eine süß-saure Verbindung.



Die Haxe vom Deichlamm in Thymian-Orangenjus zerfällt schon beim Hingucken auf meinem Teller. Das Erbsenrisotto kann da nicht ganz mithalten – weder in Konsistenz noch Geschmack. Das Reh im Menühauptgang ist wunderbar gegart. Nussstrudel und Röstkaffeejus sind ausgezeichnete Begleiter, ebenso das Apfel- Cranberry-Chutney. Dazu trinken wir einen beerig-rauchigen Rioja „Osoti“ (0,2 L 7,00 €). Mit einem Käseteller vom Käsehof Backensholz entscheide ich mich für die herzhafte Dessertvariante. Mein Highlight ein halbfester Blauschimmel- käse. Die Limonentarte mit Mürbeteig, knisternder Karamell- kruste und einem Mangosorbet, das so verheißungsvoll nach Sommer schmeckt, ist ein gelungener Menüabschluss.
Am Liebsten hätte ich noch einmal von vorn angefangen.

Prinz Top Guide
Hamburg 2013

Neue Heimat

Futtern wie bei Muttern liegt im Trend. Bürgerliche Restaurants moderner Prägung interpretieren die heimatliche Küche neu, legen Wert auf regionale Produkte und pflegen „German Gemütlichkeit“.


Zu dem Steinbeißerfilet (19 €) und Lammkarrée (23 €) wird eine Extraportion Romantik gereicht. Unversehens gerät man in dem entzückend gekachelten Restaurant in Gefühlsduselei. Falls es beim Businesslunch so weit kommen sollte: einfach daran denken, dass in den Räumen früher eine Schlachterei war, das hilft. (Auszeichnung: 4 von 5 Sternen)

Hamburger Morgenpost Ausgabe 01.11.2012

Jetzt kommt der Herbst auf den Teller!

„Rexrodt“-Chef Niels-Ove Nielsen: „Heute wissen die Leute wieder zu schätzen, was vor unserer Haustür wächst.“

Gestern war Halloween, jetzt kommt reichlich Kürbis auf den Tisch. „Spargel des Winters“, nennt „Rexrodt“- Chef Niels-Ove Nielsen die pralle Frucht, „weil er so vielseitig einsetzbar ist.“ Seine Vorteile: Er ist gesund, kalorienarm und hocharomatisch. Die Inkas nutzten den Kürbis als Heilpflanze. Ein Brei aus Fruchtfleisch sollte die Wundheilung anregen, die erwärmten Blätter legte man auf  geprellte Glieder. In Europa hingegen war Kürbis lange Zeit ein Arme-Leute-Essen. Heute steht er als Vorspeise, Hauptspeise, Dessert auf den Speisekarten zahlreicher In-Restaurants.


„Das tolle am Kürbis ist, dass man alles verwenden kann. Das Fleisch, die Kerne, das Öl. Ob als Chutney, im Salat, im Risotto, als Nudel… Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, erklärt Niels-Ove Nielsen. Im Rexrodt kocht er eine „Ode an das Gemüse“. Ob Lammrücken mit Hokkaidokürbis im Teig gebacken oder die hausgemachten Ravioli vom Muskatkürbis – hier kommt der Herbst auf den Teller!
Bleibt nur noch die Frage von Hobbyköchen zu klären: Wie schneidet man eigentlich einen steinharten Kürbis? Niels-Ove Nielsen: “Ich empfehle, ihn nicht in der Mitte durchzuschneiden. Das ist schwer, und die Verletzungsgefahr ist groß. Am besten schneidet man Spalte für Spalte, wie bei einer Torte, raus.“
Tipp für den Einkauf: Wenn man auf den reifen Kürbis klopft, gibt er ein dumpfes, hohles Geräusch von sich.

Hamburger Abendblatt
7./ 8. Januar 2012
Unsere Küche: Kategorie Luxus

Niels-Ove Nielsen hat schon bei Sterne-Köchen

am Herd gestanden. Seit 1999 kocht er im eigenen Lokal. In das hat er sich wegen der schönen Jugendstilkacheln verliebt, die noch übrig sind von damals, als es noch eine Metzgerei war.


Sie sind der perfekte Rahmen für Köstlichkeiten wie „Medaillon vom Holsteiner Reh auf Hagebuttenjus mit Waldhonig-Zimt-Pastinaken.“ Deutsch für Fortgeschrittene.
Unbedingt probieren: Kaninchen auf Steckrübenpuree (18,50 €).

Der Hamburger
Ausgabe Winter 2011

Gustav Peter Wöhler ist verliebt in Uhlenhorst...

Seit 1982 – seit seiner Ankunft (Gustav Peter Wöhler) in Hamburg – ist das „Rexrodt“ ein Restaurant und eine Uhlenhorster Institution. Seit elf Jahren ist Niels-Ove Nielsen der Chef.


Der kocht selbst und sorgt, bei 14-tägig wechselnder Speisekarte, für ausgefallene kulinarische Genüsse. Wer dort einmal eine Kleinigkeit wie hausgemachte Ravioli vom Schwarzfederhuhn mit glasiertem Chicoree & Périgord-Trüffelschaum genossen hat, kommt wieder.

Hamburger Morgenpost
April 2011

Kein Haar in der Suppe
Das „Rexrodt“ auf der Uhlenhorst ist und bleibt eine kulinarische Institution


Grün-weiße Jugendstilkacheln, Putten in allen vier Ecken, dazu stilechtes Mobiliar – man versteht sofort, warum das „Rexrodt“ immer wieder als Kulisse für Spielfilme herhalten muss.
Dass das Restaurant auf der Uhlenhorst eine Gastro-Institution ist, liegt jedoch nicht nur am Ambiente der ehemaligen Metzgerei. Es ist vor allem der Verdienst von Küchenchef Niels-Ove Nielsen – und das nunmehr seit 17 Jahren.
Es ist an der Zeit, zu überprüfen, ob der gastronomische Schlendrian hier Einzug gehalten hat: Meine Begleitung startet mit gratiniertem Ziegenkäse auf karamellisiertem Chicoree und Tomaten-Cranberry-Pesto (10 €) – eine gute Entscheidung, vor allem der Chicoree macht den Standartstarter Ziegenkäse zu etwas Besonderem. Und auch ich bereue meine Wahl nicht: Das Sauerampfersüppchen mit Saiblingeinlage (8 €) ist herzhaft


abgeschmeckt. Zu beiden Gerichten passt der fruchtige Riesling (Flasche 29 €), den uns der zuvorkommende Service empfohlen hat.
Meine Begleitung hat sich in meinen Saibling verguckt, bestellt daher im Hauptgang ein Bachsaiblingfilet auf Kartoffel-Mandel-Strudel (18,50 €) – und ist glücklich. Dem steht mein Zanderfilet (22 €) in nichts nach, zumal in Kombination mit dem herzhaften Kartoffelrösti.
Tolles Ambiente, freundliche Bedienungen, vorzügliches Essen – bis hierhin war nicht ein Härchen in der Suppe zu finden. Und auch die Topfenknödel auf Rhabarber-Vanille-Confit und Mandel-Amarettini-Eis (8,50 €) sind ein Gaumenstreichler. So bin ich geradezu schockiert, als ich den Löffel auf meine Rosmarin-Crème brûlée (7,50 €)
fallen lasse: Die Kruste könnte doch tatsächlich noch ein wenig lauter knacken! Aber dieser „Kritikpunkt“ ist natürlich kaum der Rede wert. Das „Rexrodt“ ist vorbehaltlos zu empfehlen!
Gesamtwertung: volle Punktzahl!

Die Welt
04.12.2010
Die perfekte Martinsgans

 

Das „Rexrodt“ bietet aktuell eine jahreszeitlich passende Spezialität in beglückender Perfektion.

Das „Rexrodt“ ist eine Institution auf der Uhlenhorst. Gerade in den letzten Jahren wurden diesem wunderschönen, in einer ehemaligen Jugendstil-Metzgerei beheimateten Restaurant in den Medien etliche Kränze geflochten. Der Grund: Chefkoch und Inhaber Niels-Ove Nielsen, schon seit 14 Jahren in der Küche und seit elf Jahren stolzer Besitzer des Etablissements, kocht ohne jegliche Verschleißerscheinungen in der Form seines Lebens. Wer an den eng gestellten Bistrotischen unter der beeindruckend gestalteten Kacheldecke sein Mittag- oder Abendessen einnehmen will, kann sich auf große Genüsse ge- fasst machen.
Aktuell bietet das Restaurant eine jahreszeitlich passende Spezialität an, die ich in so beglückender Perfektion im Detail selten gekostet habe: Martinsgans (22 €)!


Was aber unterscheidet eine gute oder mittelmäßige Martinsgans von einer perfekten Zubereitung, sozusagen dem Martinsgans-Maßstab? Eigentlich alles: Das geht schon los beim Fleisch. Im „Rexrodt“ haben wir es mit Gänsen aus Dithmarscher Freilandhaltung zu tun. Saftig und aromatisch, perfekt gegart kommen Brust und Keule einher.
Als nächstes die Kruste! Nicht labbrig und mit Fett voll gesogen, sondern perfekt und kross zeigt sie sich hier. Des Weiteren: der Kloß. Kein flummi-ähnliches Gebilde aus Pfanni-Werken, sondern ein gravitätisch in sich ruhender, perfekt softer Knödel aus eigener aufwendiger Herstellung wird hier gereicht – mit köstlichen, in Butter gebratenen Semmelbröseln als Krönung obendrauf. Ferner: die Soße. Hier kommt ein eleganter, den Gansgeschmack unaufdringlich unterstreichender Kardamonjus zum Zug. Als Begleiter: der Rotkohl. Gereicht in einer feinen, zum Glück nicht zu süßen Variante, die durch Quittenaromen einen angenehmen herben Unterton erhält. Zu guter letzt: Köstliche winterliche Maronen mit feinem Aroma.

Erfrischender Charme
Hamburger Abendblatt
10./11. Juli 2010

Die besten Kritiker sitzen in den eigenen Reihen.

Und sie nehmen den Mund gerne voll. Wenn Niels-Ove Nielsen die Gerichte für die 14-tägig wechselnde Speisekarte kreiert, muss die Familie ran.
Oder besser darf! Denn das, was der Chefkoch und Inhaber vom Restaurant Rexrodt auf der Uhlenhorst für seine Gäste zubereitet ist Küche auf höchstem Niveau. Platz auf der handge- schriebenen Karte findet, was die Söhne Hannes, 13, Kalle, 8 und Matts, 5, sowie Mutter Katja für gut befunden haben. Und das ist wahrhaft Göttliches. Das Panna Cotta vom Heide-Spargel mit knusprigem Tempura von grünem Spargel und Wildgarnelen macht ebenso Lust auf mehr, wie das Zanderfilet mit Salbei gespickt auf Bohnen-Frühlingsgemüse oder das Ossobucco von der Kalbshaxe mit Salbei in Sangiovese geschmort. Doch gemach. Es ist nicht allein das Kulinarische, das einen Besuch in diesem Kleinod unvergessen macht.
Es ist das Ambiente, das verzaubert. Dem Charme des Restaurants Rexrodt erliegen die Hamburger seit 1982. Schon vor der Tür empfängt den Besucher das Pariser Flair. Spontan haben Chef und Bedienung ein paar Holztische auf dem Gehweg platziert, mit dunkelroter Decke und edlem Porzellan eingedeckt. Es ist Sommer. Zeit für das Savoir-vivre. Wer auf dem Trottoir keinen Tisch mehr ergattert, macht es sich drinnen in den mit Jugendstilkacheln geschmücktem Räumen der einstigen Metzgerei bequem. Hier stehen die Tische gedrängt, typisch


französisch! Überhaupt liegt der Fokus im Rexrodt auch kulinarisch auf Bistroküche mit internationalen Akzenten wie bei der Roulade vom Perlhuhn mit Pistazien und getrockneten Tomaten gefüllt, auf Zitronen-Thymianjus und Basilikum-Risotto (18,50 €).
Niels-Ove Nielsen, seit elf Jahren Inhaber des Restaurants, weiß wie wichtig seinen Gästen der Faktor „Erlebnis“ ist, dass aber letztlich nur zählt, was Küche und Keller zu bieten haben. Das kann sich auch preislich sehen lassen. 17 Euro kostet das dreigängige Mittags-Menü, das sich der Gast á la carte zusammenstellen kann. Und weil alles so unkonventionell, kreativ und familiär ist, treffen sich hier Film- und Ge- schäftsleute genauso gern wie Familien. Dann serviert der Küchenchef hausgemachte Pommes oder einen Teller Spaghetti, die so lecker sind, dass sie bei den Kleinen ebenso den Naschneid erwecken wie das warme Gratin von Erdbeeren mit Topfensorbet (7,50 €). Nielsen weiß eben, was den Gaumen verführt. Und er lässt jeden, der möchte, an diesem Geheimnis teilhaben. Jeden ersten Samstag im Monat veranstaltet der Patron Kochkurse, bei denen mit marktfrischen Zutaten ein saisonales Menü gezaubert wird. Was davon übrig bleibt? Auf dem Teller garantiert nichts – aber im Kopf die Gewissheit, dass der nächste Besuch auf keinen Fall lange auf sich warten lassen darf.

Verführt vom Ex
Szene Hamburg, Essen & Trinken
Ausgabe 2010/2011

Es ist, als würde man eine alte Liebe wiedertreffen.

Das Rexrodt war vor allem in den 80ern einer unserer Favoriten, in dessen zauberhaftes  Jugendstilambiente mit den Kacheln und der Glasdecke wir uns sofort verguckt haben. Seit einiger Zeit ist dort Niels-Ove Nielsen Koch und Besitzer, und wir sind gespannt ob er die Liebe neu entfachen kann. Wir wollen uns vom Menü (34 €) und á la carte verführen lassen und haben ein Rendezvous mit einer wunderbaren Komposition namens Spieß von Jakobsmuscheln & Thunfisch auf Salat von jungem Blattspinat mit Pesto von frischem Bärlauch, die Muscheln sind mehr als butterzart. Ebenso deliziös und fein die hausgemachten Ravioli vom Schwarzfederhuhn mit glasiertem Chicoree & Perigord


-Trüffelschaum (11,50 €). Wir lassen uns von einem saftig-frischen Grauburgunder 2008 Hedesheimer Hof vom Weingut Beck (o,2 L 6 €) mit feinen Noten von Apfel und Walnuss begleiten, sowie von einem fruchtig-runden, mit leichten Holztönen spielenden Vina Clara Reserva Alicante 2004 (0,2 L 6,50 €) . Alle Sinne stimuliert, erwarten wir die innige Liaison eines perfekt gebratenen Lammrückens mit einer Parmesan-Mandel-Haube auf Basilikumjus mit Tarte von roten Zwiebeln und Bohnen. Und auch der knusprige Strudel von Lachs und Zander auf Schnittlauch-Velouté mit Mangold (18 €) macht seinem Namen alle Ehre. Die Desserts halten das Niveau nicht ganz, aber das kann der neuen Liebe nichts anhaben.

Top Hamburg
Metropolregion
Sommer 2010

Zu Tisch bei den Kollegen
Marion Gestrein, Restaurant Goldfisch:

„Essen wie ein Hamburger in Paris“…schrieb die Presse schon 2009, daraufhin besuchte ich das Rexrodt mit Freunden, um einen schönen Abend zu genießen. Das charmante Restaurant

mit Jugendstil-Ambiente bietet Bistroküche auf Gourmet-Niveau Die Auswahl der Gerichte, die Zutaten und die Weine sind wunderbar aufeinander abgestimmt, wobei auch Sonderwünsche stets erfüllt werden. Von der Qualität der Speisen über den freundlichen und aufmerksamen Service bis hin zum guten Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt im Rexrodt einfach alles!

Lifeseeing Hamburg
Mai 2010

Ich war jedenfalls abends im Rexrodt

in der Papenhuder Strasse in Alsternähe, froh über etwas altmodische Architektur in der Umgebung und noch altmodischere, wunderschöne Innenarchi- tektur des Restaurants. Das „Rexrodt“ befindet sich in den ehemaligen Räumen einer Fleischerei aus dem Jahre 1896. Mit seinen original grün-weißen Jugendstilkacheln und seiner gläsernen Jugendstildecke ist es einzigartig in Hamburg.
Vor Allem begeistert das erstklassige Essen, zubereitet und serviert von einem jungen engagierten Team. Knackige Frühlingssalate an einem wunderbar abgestimmten Honig-Balsamico-Dressing mit rosa gebratenen Streifen von der



Entenbrust und rosa Pfeffer waren ein perfektes Entre. Es folgte ein Carrée vom Iberico-Schwein mit einer Kruste von Tomaten, Cranberry und Mandeln auf Jus von jungem Knoblauch an einem Rauke-Risotto. Dazu Albet i Noya, Lignum Penedes 2007, empfohlen vom kundigen Service!
Nicht lange überreden musste man mich zu dem krönenden Abschluss mit einem warmen Topfenknödel auf Vanille-Rhabarber-Confit an einem Parfait von gerösteten Pinienkernen. Dazu wurde mir ein sehr schöner, nicht zu süßer, Ochoa 2007, Moscatel Navarra empfohlen. Jederzeit wieder!

Szene Hamburg
Essen und Trinken

Ausgabe 2009/2010

Essen wie ein Hamburger in Paris:

Der kulinarische Fokus liegt in diesem kleinen Restaurant auf Bistroküche mit internationalen Akzenten, wie zum Beispiel Kalbstafelspitz mit Oliven, Cherrytomaten


und Pinienkernen in Merlot geschmort mit Ricottaravioli und glasiertem Staudensellerie (16,50 €). Bei höheren Temperaturen wird auch an der Strasse eingedeckt.

Rexrodt: Zuhause beim Metzger
Ausgehen in Hamburg, Ausgabe Juli 2009

Ich husche mittags rein in das Wohnzimmer

von Uhlenhorst. Die Karte, handgeschrieben und übersichtlich, zeigt schnell, das hier Frische und Klasse den Ton angeben: Tarte von jungem Blattspinat und Ziegenkäse mit marinierten Blattsalaten (8,50 €), Coq au Vin mit Speck und Champignons in Burgunder geschmort (9 €), Seelachsfilet mit Mandelkruste auf Kohlrabistreifen und Ingwersauce (9 €) – es klingt alles sehr köstlich. Ebenso wie mein heutiger vegetarischer Favorit: grüner Spargel, kurz angebraten mit einer Balsamico-Pesto-Sauce, dazu Rosmarinkartoffeln. Der Spargel ist hervorragend: frisch, zart und doch bissfest, die Sauce vereint eine tolle Mischung aus süßlichen und herzhaften Noten. Die Rosmarinkartoffeln hätten für mich ein bisschen mehr Kräutergeschmack haben können, aber das ist zu verschmerzen. Am besten mit einem Schlückchen des feinen Grauburgunders. Reicht die Mittagspause noch für einen Nachtisch? Warmer Rhabarbercrumble mit Vanilleeis lockt – so viel Zeit muss sein.



Apropos Zeit: Wer es nicht eilig hat, kann sich aus den Mittagsofferten ein dreigängiges Menü zusammenstellen (17 € inkl. Getränk). Absolut verführerisch sind auch die Angebote, die Niels-Ove Nielsen seinen Gästen am Abend unterbreitet. Etwa das Menü (gebratener Heide-Spargel mit hausgebeiztem Lachs und Parmesan; Lammrücken mit Bärlauchkruste, provencialischem Bohnengemüse und Pinienkernstrudel; Mascarpone-Törtchen mit Erdbeeren und Pistazienschaum, 31 €). Vorspeisen wie Stinte im Kartoffelteig gebacken mit Gurken-Minz-Aioli und Tagesgerichte wie Wiener Schnitzel vom Weidekalb oder Entrecôte vom Charolais Rind mit geschmorten Rispentomaten auf Pesto. Im Übrigen macht Herr Nielsen keinen Hehl aus seiner Kochkunst – jeden 1. Samstag im Monat finden im Rexrodt Kochkurse statt, bei denen mit marktfrischen Zutaten ein saisonales Menü gezaubert wird.

Schmeckt´s noch
im Rexrodt?

Prinz Hamburg
Ausgabe Februar 2009
 

Nach wie vor ein Glanzlicht

in Uhlenhorst: Auch neun Jahre, nachdem Niels-Ove Nielsen das Regiment in der ehemaligen Metzgerei übernommen hat, überzeugt sein Feinschmecker-Bistro mit Stil und einer üppigen Weinkarte.
Und auch die Küche kann sich sehen  lassen. Vor uns die Jakobsmuscheln im Serranoschinkenmantel mit Wildgarnelen und über uns an der Decke vier Putten.
Sind wir im Himmel? Wohl ja, denn auch die folgenden Tranchen vom Angusrind auf Burgunder-Schalotten-jus sind so rosig-zart wie Engelsbäckchen.


Beim geteilten Nachtisch (warmes Schokoladen-Coulant mit Kaffe-Karamell und Stracciatella-Parfait) geraten wir vor Naschneid mit unseren Gabeln fast in ein teuflisches Gefecht. Aber statt zu streiten, einigen wir uns auf die Top Five des Abends:
1. die nostalgischen Wandfliesen, 2. der Angusrücken, 3. die handgeschriebene Karte,
4. der Grauburgunder, 5. die gebratenen Rosenkoh blätter.
Fünf gute Gründe für den nächsten Besuch.

Szene 
Essen und Trinken

Hamburg 2008/2009

Während andere im Nieselregen am Osterfeuer froren, hatten wir es Warm, und zwischen Jugendstilkacheln und Deckenmalerei, sehr hübsch. Und der Gaumen? Zum Auftakt des dreigängigen Ostermenüs (29 €) wurden Tempura vom Spargel und Scampi mit Brunnenkressedressing serviert. Die Spargelstangen unterm Teig waren knackfrisch, den gebratenen bekam das Brunnenkressearoma gut.

Mein Begleiter hatte sich für einen Salat mit Entenbruststreifen entschieden (8,50 €). Das Dressing zum Salat war – auch ohne Brunnenkresse – köstlich. Hauptgang des Menüs war ein Lammrücken, dessen zartrosa Fleisch unter der Bärlauchkruste die volle Punktzahl erhält. Süßer Abschluss des Menüs waren warme Topfenknödel auf Rhabarberkompott.“

Vom Schlachter zum Schlemmertreff
Schöner Wohnen
2008

Niels-Ove Nielsen gehört zu den qualitätsbewussten modernen Gastronomen, die sehr wohl wissen, wie wichtig ihren Gästen der Faktor „Erlebnis“ ist, aber darüber nicht vergessen, dass letztlich nur zählt, was Küche und Keller zu bieten haben.
Dieses Qualitätskonzept geht auf - seit 25 Jahren schon gibt es das Restaurant Rexrodt auf der Uhlenhorst.

Mittags lädt es zum gepflegten Business Lunch, abends zum stilvollen Dinner. Und längst ist es vom Geheimtipp zu einem landesweit bekannten Gourmettreff geworden.
Seine Erfahrungen gibt Herr Nielsen gerne weiter. Zweimal monatlich finden in seiner Küche ambitionierte Kochkurse statt – einmal für Erwachsene, einmal für Kinder.

Lukullisches Kleinod
für große Ansprüche

Hamburger Abendblatt 
2006

Einige Restaurants dieser Stadt muss man als Kleinode bezeichnen. Ein Beispiel dafür ist das „Rexrodt“. Die Speisekarte kommt ohne überflüssige Schnörkel aus: Im Rexrodt steht das Produkt im Vordergrund. Nach dem Aperitif kam meine Vor- speise, eine Süßkartoffelsuppe (6,50 €). Diese leicht cremig-sämige Liaison aus Süßkartoffel, Gemüsefond und etwas Sahne sowie gebratenen saftigen Poulardenstückchen und Strohkartoffeln als Einlage bildeten einen verheißungsvollen Auftakt des Menüs. Als zweiter „Streich“ folgten Rehravioli (9 €). Zarter

und tadellos zubereiteter Nudelteig umhüllte eine leicht grobe, herzhaft gewürzte Farce aus Rehfleisch. Die Ravioli thronten auf eingelegten Backpflaumen, deren Süße sich mit dem Rehgeschmack wunderbar ergänzte. Eine klassische Wacholderjus auf Wildfondsbasis mit einem Schuss Portwein, rundete dieses gelungene Gericht ab. Das Rexrodt besticht nicht nur durch sein Ambiente, sondern auch durch seine köstlichen Gerichte, die aus frischen Produkten solide zubereitet sind.

Prinz Top Guide
Hamburg 2003
Top 20 der Stadt

Dem Französischem Charme des “Rexrodt” erliegen die Hamburger seit Jahren, junge Szene und etablierte Uhlenhorster drängen sich gemütlich in dem kleinen Restaurant, dessen Bistroküche eine sichere Bank für Gourmets ist. Hier ist einfach alles fein, die Auswahl der Gerichte, die Zutaten, die Weine

und natürlich nicht zuletzt das was Niels-Ove Nielsen kocht: Rotbarbe und Seezunge, Krustenbraten und fein gewürzter Lammrücken. Die Beilagen wie Fenchel-Kapernragout oder das Zwiebelconfit haben sich einen Platz in der Tellermitte verdient und in unserem Herzen.

Elle Bistro
555 Trend-Restaurants
und Bars
in Deutschland 2003

Ein kleines Schmuckstück. Manche bezeichnen die Gerichte, die Chefkoch Niels-Ove Nielsen auf die Teller zaubert, als Bistroküche auf Gourmet-Niveau. Das mag durchgehen, obwohl es etwas untertrieben ist.
Das „Rexrodt“ ist eine verlässliche und konstante kulinarische Größe,  beispielsweise mit hausgemachten Ravioli von Räucherlachs im Steinpilzsud,

mit Honigente auf Holunder-Sauce mit karamellisierten Apfelspalten, oder etwa so seltenen Klassikern wie Boeuff Bourgignon im Ofen geschmort mit Vichy-Karotten.
Die grundsätzlich handgeschriebene Speisekarte in wunderbarer Schönschrift ist meistens ziemlich übersichtlich – ein Garant für absolute Frische, denn Nielsen kocht abends, was er morgens kauft.

Szene Essen
und Trinken

2003

Meistens gibt es  an so genannten Gourmettempeln ja irgendetwas auszusetzen. Entweder ist das Ambiente protzig, die Bedienung zickig oder die Küche längst nicht  so gut wie ihr Ruf, oder die Preise glauben lassen. Nicht so das „Rexrodt“. Das zauberhafte kleine Restaurant in Uhlenhorst ist äußerst stilvoll dekoriert:  Silberne Kerzenständer, antike Tischchen

und weiße Lilien schaffen eine romantische Stimmung in der alten Jugendstil-Metzgerei. Die junge Bedienung ist nett und zuvorkommend und die Küche erstklassig, vor allem wegen ihrer ungewöhnlichen und perfekt angerichteten Kreationen. Sogar die Preise sind in Ordnung.

Schnitzel-Zaubereien
im Rexrodt

Hamburger Morgenpost 
2000

Der Chef kocht, die Bedienung strahlt: „Ich kann heute alles empfehlen.“ Recht hat sie: Ob Apfelselleriesuppe (9 DM). Wiener Schnitzel (29 DM) oder Wolfsbarsch (34 DM) was immer Rexrodt-Boss Niels-Ove Nielsen

in der Küche zaubert, seine Mitarbeiter brauchen sich nicht schämen, es zu kredenzen. Fazit: Wer hier einmal speiste, wird das Lokal mit verzücktem lächeln verlassen und immer gerne wiederkommen.

Der Feinschmecker
1998

Ein beliebter Treffpunkt der jungen Szene ist das „Rexrodt“ mit seinen Jugendstilkacheln, einst Metzgerei, im Stadtteil Uhlenhorst. Küchenchef Niels-Ove Nielsen serviert hervorragende Gerichte wie zarte Zanderroulade in Wirsingkohl. Das Rexrodt bietet

Film- und Geschäftsleuten, aber auch dem Studienrat von nebenan eine traditionell-regionale Küche zu fairen Preisen mit einer kräftigen Kartoffel-Steinpilzsuppe, geschmortem Rehragout samt Spätzle und Rahmwirsing und Topfenpalatschinken.

 

 

Logo RR4

     Pariser Flair auf der Uhlenhorst !

Restaurant

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